- Konzernumsatz steigt 2008 um 27,5 % auf 15,7 Mio. EUR
- EBIT von 0,8 Mio. EUR erreicht, nach 1,8 Mio. EUR im Vorjahr
- Anstieg des operativen Cashflow auf 2,8 Mio. EUR (Vj. -0,9 Mio. EUR)
- Erwartungen für laufendes Geschäftsjahr 2009: GENEART geht trotz unsicherem Marktumfeld von mindestens konstanten Umsätzen aus
Regensburg, 30.04.2009 – Die GENEART AG, Weltmarktführer für Gensynthese und Spezialist in der Synthetischen Biologie, bestätigt die im März veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2008. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 27,5 % auf 15,7 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 0,8 Mio. EUR, nach 1,8 Mio. EUR im Jahr zuvor. Vor Steuern weist GENEART ein Ergebnis (EBT) von 1,1 Mio. EUR aus. 2007 waren es 2,2 Mio. EUR. Der operative Cashflow stieg auf 2,8 Mio. EUR (Vj. -0,9 Mio. EUR).
Das Jahr 2008 entwickelte sich für das Unternehmen sehr wechselhaft. Auf solide Ergebnisse in den ersten neun Monaten folgte ein schwieriges viertes Quartal, das vom derzeitigen konjunkturellen Umfeld geprägt war.
Diese Entwicklung überlagert die wichtigen Meilensteine, die im Rahmen der technologischen und operativen Fortschritte der GENEART im Jahr 2008 erreicht wurden. So reduzierten sich die Produktionskosten aufgrund der Fortschritte im Bereich Automation und Prozessentwicklung erneut signifikant und die Kostenführerschaft konnte ausgebaut werden. Zusätzlich stellte die GENEART-Technologie ihre Leistungsfähigkeit in Kooperationen z.B. mit den NIH (National Institutes of Health, US-amerikanische Gesundheitsbehörde), Morphosys und QIAGEN unter Beweis. Vor allem aber ist es gelungen, den bislang größten Einzelauftrag in der Geschichte der GENEART (vergeben durch die NIH), der im dritten Quartal 2008 auslief und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens rund eineinhalb Jahre maßgeblich beeinflusste, durch eine Vielzahl von kleineren Einzelaufträgen zu kompensieren.
Die aktuelle Marktentwicklung ist allerdings stark von der Zurückhaltung der Pharma-, Biotech- oder Chemieindustrie bei der Platzierung von Großaufträgen sowie von einem kurzfristigen Bestellverhalten beeinflusst. Vor dem Hintergrund dieser stark konjunkturell beeinflussten Marktverfassung und der aktuellen Auftragslage erwartet GENEART für 2009 mindestens Umsätze auf Vorjahresniveau in Höhe von 16 Mio. EUR.
Die Ertragssituation des Jahres 2009 wird durch einen erhöhten Fixkostenblock im Rahmen der Produktionsautomation und durch den außerordentlichen Effekt einer Preiserhöhung bei der Chemikalie Acetonitril, der sich bereits im vierten Quartal 2008 in den Materialkosten niedergeschlagen hatte, beeinflusst. Das Projekt zur Substitution von Acetonitril schreitet planmäßig voran und die Produktion wird schrittweise umgestellt, so dass die Materialkostenquote ab Mitte des Jahres das normale Niveau erreichen wird. Treten nach einem schwierigen ersten Halbjahr Mitte des Jahres die erwarteten leichten Aufholeffekte ein, rechnet GENEART mit einem Anstieg der Umsätze auf 17 bis 18 Mio. EUR bei einem insgesamt positiven EBIT für 2009.
Detaillierte Informationen sind dem Geschäftsbericht 2008 zu entnehmen. Dieser ist auf der Unternehmens-Website abrufbar.
Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument kann Schätzungen, Prognosen und Annahmen im Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrunde liegenden oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der GENEART AG liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.
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Dr. Karoline Stürmer |
Frank Ostermair |
Über die GENEART AG
Seit dem Markteintritt im Jahre 2000 hat sich GENEART zum Weltmarktführer bei der Herstellung synthetischer Gene entwickelt und ist heute einer der weltweit führenden Spezialisten in der Synthetischen Biologie. Das Unternehmen stellt Schlüsseltechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuer Therapeutika und Impfstoffe bereit. Gleichzeitig verwenden Kunden die GENEART Dienstleistungen zur Verbesserung von Enzymen z.B. als Waschmittelzusätze und zur Konstruktion von Bakterien, die komplexe Biopolymere herstellen oder abbauen (z.B. Kunststoffe, Biotreibstoffe etc.). Das Leistungsspektrum reicht von der Optimierung und Herstellung synthetischer Gene nach DIN EN ISO 9001:2008, über die Generierung von Genvarianten oder komplexen Genbibliotheken und die Herstellung von Zelllinien bis hin zur Produktion und Entwicklung DNA- und proteinbasierter Wirkstoffkandidaten. Das Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern in Regensburg und bei den Tochtergesellschaften GENEART Inc. in Toronto/Kanada und GENEART Inc. in San Francisco/USA ist seit Mai 2006 an der Deutschen Börse gelistet. Seit April 2010 ist die US-amerikanische Life Technologies Corporation, mit 3,3 Mrd. US-Dollar Umsatz und rund 9.000 Mitarbeitern eines der führenden Biotechnologie-Unternehmen weltweit, mehrheitlich an der GENEART AG beteiligt.


