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24.06.2009
GENEART unterstützt drittes Jahr in Folge iGEM Wettbewerb
  • Ziel des iGEM („International Genetically Engineered Machine“) Wettbewerbs ist es, standardisierte DNA-Bauteile für unterschiedliche Anwendungen in der Synthetischen Biologie zu entwickeln
  • GENEART unterstützt als Partner des Wettbewerbs Veranstalter und Teilnehmer
  • 112 Studententeams aus der ganzen Welt beteiligen sich


Regensburg, 24. Juni 2009
– Die GENEART AG, Weltmarktführer für Gensynthese und Spezialist in der Synthetischen Biologie unterstützt das dritte Jahr in Folge den internationalen iGEM („International Genetically Engineered Machine“) Wettbewerb für Anwendungen in der Synthetischen Biologie. Studententeams verbringen die Sommerferien damit, mit Hilfe von standardisierten, austauschbaren Bausteinen aus DNA (DNA: Deoxyribonucleic Acid/Erbsubstanz) z. B. Bakterien zu konstruieren, mit denen sich gezielt Krebszellen vernichten oder Umweltschadstoffe wie Arsen erkennen und abbauen lassen. In diesem Jahr konkurrieren 112 internationale Teams, unter der Leitung führender Wissenschaftler aus dem Bereich der Synthetischen Biologie, um die innovativste Idee. Seit seiner Premiere 2004 hat sich der Wettbewerb rasant entwickelt und gilt heute als einer der größten internationalen Wettbewerbe im Wissenschaftsbereich.

Alle bisher im Rahmen des iGEMs entwickelten DNA-Bausteine – inzwischen mehr als 1.000 Stück – werden in einer Art Bibliothek gesammelt und stehen den Studenten für ihre Projekte zusätzlich zur Verfügung. Ziel des Wettbewerbs ist es, bereits vorhandene und selbst entwickelte DNA-Bausteine für die Schaffung komplexer Biosysteme mit neuartigen Funktionen zu kombinieren. GENEART wird als Partner des Wettbewerbs neue DNA-Bausteine für die Teilnehmer produzieren. Dafür stellt das Unternehmen 280.000 Basenpaare zur Verfügung. Gleichzeitig unterstützt GENEART die Veranstaltung finanziell. Die interessantesten Projekte werden mit Preisen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Oktober auf der iGEM Abschlussveranstaltung auf dem Campus des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (USA) statt.

Die Synthetische Biologie gilt als eine zukunftsträchtige Schlüsseltechnologie innerhalb der Lebenswissenschaften. Obwohl sie noch in den Kinderschuhen steckt, sind inzwischen alleine in den USA mehr als 170, in Europa mehr als 50 Firmen, Forschergruppen und andere Organisationen im Bereich der Synthetischen Biologie aktiv.* Die Anwendungen der Synthetischen Biologie sind vielfältig (siehe unten). Gemeinsam ist ihnen, dass sie auf der Gensynthese als Schlüsseltechnologie für das Design und die Herstellung von Standardbauteilen aufbauen. „Als weltweit führender Anbieter im Bereich Gensynthese unterstützen wir mit unserem Engagement in diesem Wettbewerb die Entwicklung dieser neuen Forschungsdisziplin. Mit Hilfe der Gensynthese können wir für die Teilnehmer passgenaue DNA-Bausteine zur Umsetzung ihrer Ideen bereitstellen. Umgekehrt erhält GENEART auf diesem Weg sehr frühe Einblicke in Projekte und Technologieentwicklungen von übermorgen“, sagt Prof. Dr. Ralf Wagner, CEO der GENEART AG. GENEART engagiert sich in diesem neu entstehenden Markt auch in mehreren europäischen, durch öffentliche Mittel geförderten, Projekten beispielsweise mit der Entwicklung standardisierter biologischer Schalter.
* www.synbioproject.org/map

Hintergrund Synthetische Biologie:
Ziel der Synthetischen Biologie ist die Schaffung von Organismen – Bakterien, Algen oder Hefen – mit speziellen, für den Menschen nützlichen Eigenschaften. Sie sollen beispielsweise – in den Körper von Patienten eingeschleust – Krebszellen bekämpfen, Schadstoffe in der Umwelt abbauen oder im Reagenzglas als eine Art Bioreaktor Medikamente, Impfstoffe, Treibstoffe oder andere Chemikalien herstellen. Im Gegensatz zu den bereits existierenden gentechnisch veränderten Organismen sollen sie deutlich komplexere Verbindungen herstellen oder abbauen. Prominente Beispiele der Synthetischen Biologie sind Forschungsprojekte zur Konstruktion von Biofabriken, die aus Pflanzenabfällen Biotreibstoffe produzieren. British Petroleum und das US Department of Energy investieren in diesen Bereich zurzeit mehr als 500 Millionen USD.
Wie in der Elektrotechnik bereits üblich, sollen auch in der Synthetischen Biologie standardisierte Bauteile entwickelt und verwendet werden, mit deren Hilfe sich die gewünschten Biofabriken konstruieren lassen. Die Bauteile konzipiert und liefert GENEART in Form von DNA-Bausteinen. Diese DNA-Bausteine werden neu synthetisiert, so dass sich Limitationen durch die Natur einfach umgehen lassen. Die Gensynthese bietet damit größte Freiheiten im Design und beschleunigt so den Fortschritt in der Biotechnologie sowie der Synthetischen Biologie.

Weitere Informationen unter: http://2009.igem.org



Rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument kann Schätzungen, Prognosen und Annahmen im Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrunde liegenden oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der GENEART AG liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.




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Über die GENEART AG

Seit dem Markteintritt im Jahre 2000 hat sich GENEART zum Weltmarktführer bei der Herstellung synthetischer Gene entwickelt und ist heute einer der weltweit führenden Spezialisten in der Synthetischen Biologie. Das Unternehmen stellt Schlüsseltechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuer Therapeutika und Impfstoffe bereit. Gleichzeitig verwenden Kunden die GENEART Dienstleistungen zur Verbesserung von Enzymen z.B. als Waschmittelzusätze und zur Konstruktion von Bakterien, die komplexe Biopolymere herstellen oder abbauen (z.B. Kunststoffe, Biotreibstoffe etc.). Das Leistungsspektrum reicht von der Optimierung und Herstellung synthetischer Gene nach DIN EN ISO 9001:2008, über die Generierung von Genvarianten oder komplexen Genbibliotheken und die Herstellung von Zelllinien bis hin zur Produktion und Entwicklung DNA- und proteinbasierter Wirkstoffkandidaten. Das Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern in Regensburg und bei den Tochtergesellschaften GENEART Inc. in Toronto/Kanada und GENEART Inc. in San Francisco/USA ist seit Mai 2006 an der Deutschen Börse gelistet. Seit April 2010 ist die US-amerikanische Life Technologies Corporation, mit 3,3 Mrd. US-Dollar Umsatz und rund 9.000 Mitarbeitern eines der führenden Biotechnologie-Unternehmen weltweit, mehrheitlich an der GENEART AG beteiligt.

 

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