- Umsatz steigt im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,7 % auf 4,8 Mio. EUR und für das Gesamtjahr 2009 auf 17,2 Mio. EUR
- EBIT wächst im vierten Quartal auf 0,28 Mio. EUR und beträgt für das Gesamtjahr 0,33 Mio. EUR
- GENEART erreicht 2009 erstmals einen positiven Free Cashflow von 1,2 Mio. EUR und erhöht die Liquidität auf 7,8 Mio. EUR
Regensburg, 23. Februar 2010 – Die GENEART AG, Weltmarktführer für Gensynthese und Spezialist in der Synthetischen Biologie, konnte 2009 in einem weiterhin schwierigen konjunkturellen Umfeld nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzplus von 9,6 % erzielen und damit die Umsatzprognosen, die anlässlich des dritten Quartalsberichts veröffentlicht wurden, leicht übertreffen. Die Umsätze addierten sich auf 17,2 Mio. EUR nach 15,7 Mio. EUR im Jahr zuvor. Die seit dem vierten Quartal 2008 beobachtete Zurückhaltung unserer Kunden bei der Vergabe von Großprojekten war auch 2009 fast unverändert festzustellen und dämpfte das Umsatzwachstum. Der Zuwachs im Bereich kleiner und mittlerer Aufträge konnte gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden und damit den Wegfall von Großprojekten in Teilen kompensieren.
GENEART konnte trotz des herausfordernden Umfelds 2009 in allen Quartalen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht steigern. Insbesondere das vierte Quartal entwickelte sich sehr erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 20,7 % auf 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR). Das vierte Quartal ist erfahrungsgemäß von einem deutlichen saisonal bedingten Jahresend-Effekt beeinflusst.
Das Betriebsergebnis (EBIT) im vierten Quartal 2009 steigerte sich von -0,58 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,28 Mio. EUR und erreichte für das gesamte Jahr 0,33 Mio. EUR (Vorjahr: 0,82 Mio. EUR). Erfreulich entwickelte sich der Cashflow. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte konnte GENEART auf Jahresbasis einen positiven Free Cashflow in Höhe von 1,2 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -2,0 Mio. EUR). Der Erwerb von garantierten Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR wurde dabei unter betriebswirtschaftlichen Aspekten nicht als Investition berücksichtigt, sondern der Liquidität – bestehend aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapieren – zugerechnet. Die Liquidität erhöhte sich entsprechend von 6,8 Mio. EUR auf 7,8 Mio. EUR.
Damit ist es GENEART auch im Jahr 2009 gelungen, durch die konsequente Weiterentwicklung der Automatisierung die Produktivität signifikant zu verbessern. So stieg die Produktionsmenge je Mitarbeiter um über 50 % bei signifikant reduzierten Produktionskosten pro Gen. Außerdem konnte GENEART bei der Skalierbarkeit der Schlüsseltechnologie weitere Fortschritte erzielen und so die Basis schaffen, um in Zukunft auf Nachfragesteigerungen schnell und flexibel reagieren zu können. Die erlangten Kostenvorteile hat GENEART dazu genutzt, den Marktanteil gegenüber den verbliebenen Wettbewerbern weiter auszubauen. Zusätzlich hat GENEART mit der sukzessiven Automatisierung von Prozessen im Bereich Sales und Produktionsvorbereitung begonnen. Spätestens mit der Einführung der nächsten Ausbaustufe Ende 2010 werden sich auch in diesen Bereichen Effizienzsteigerungen durch die Nutzung von Skaleneffekten bemerkbar machen.
Die Markteinführung einer Serviceeinheit zur Generierung von Zelllinien und zur Proteinproduktion in Säugerzellen (Produktbereich Cell Lines & Proteins) 2009 hat das Leistungsspektrum der GENEART für Kunden in den Bereichen Grundlagenforschung und pharmazeutische Entwicklung komplementär erweitert. Die neue Serviceeinheit wird 2010 dazu beitragen, zusätzliche Cross-Selling-Potenziale zu heben. Weitere Wachstumsimpulse erwartet GENEART auch von dem neu entstehenden Markt der Synthetischen Biologie. Das Unternehmen verfügt mit der Gensynthese über eine Schlüsseltechnologie für dieses neue Marktsegment und bietet für die nachgelagerten Schritte der Wertschöpfungskette mit dem Produktbereich Directed Evolution zusätzliche Technologien und Serviceleistungen, die bei der Entwicklung von marktreifen Anwendungen in der Synthetischen Biologie unmittelbar benötigt werden.
Vor diesem positiven Hintergrund hält GENEART auch 2010 an der langfristig angelegten Wachstumsstrategie fest. Allerdings wird die Planung und Prognose für 2010 durch ein weiterhin herausforderndes konjunkturelles Umfeld und eine damit verbundene Zurückhaltung der Kunden bei der Vergabe von Großaufträgen sowie ein kurzfristiges Einkaufsverhalten erschwert. Auf Grund des starken Jahresendgeschäfts und des saisonalen Effekts, ist für das erste Quartal 2010 nur von einem geringen Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal auszugehen. GENEART wird mit Vorlage der endgültigen Zahlen 2009 am 29. April 2010 auch einen Ausblick auf das Gesamtjahr 2010 geben.
Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument kann Schätzungen, Prognosen und Annahmen im Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrunde liegenden oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der GENEART AG liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.
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Dr. Karoline Stürmer |
Frank Ostermair |
Über die GENEART AG
Seit dem Markteintritt im Jahre 2000 hat sich GENEART zum Weltmarktführer bei der Herstellung synthetischer Gene entwickelt und ist heute einer der weltweit führenden Spezialisten in der Synthetischen Biologie. Das Unternehmen stellt Schlüsseltechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuer Therapeutika und Impfstoffe bereit. Gleichzeitig verwenden Kunden die GENEART Dienstleistungen zur Verbesserung von Enzymen z.B. als Waschmittelzusätze und zur Konstruktion von Bakterien, die komplexe Biopolymere herstellen oder abbauen (z.B. Kunststoffe, Biotreibstoffe etc.). Das Leistungsspektrum reicht von der Optimierung und Herstellung synthetischer Gene nach DIN EN ISO 9001:2008, über die Generierung von Genvarianten oder komplexen Genbibliotheken und die Herstellung von Zelllinien bis hin zur Produktion und Entwicklung DNA- und proteinbasierter Wirkstoffkandidaten. Das Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern in Regensburg und bei den Tochtergesellschaften GENEART Inc. in Toronto/Kanada und GENEART Inc. in San Francisco/USA ist seit Mai 2006 an der Deutschen Börse gelistet. Seit April 2010 ist die US-amerikanische Life Technologies Corporation, mit 3,3 Mrd. US-Dollar Umsatz und rund 9.000 Mitarbeitern eines der führenden Biotechnologie-Unternehmen weltweit, mehrheitlich an der GENEART AG beteiligt.


